Tropenreisen - Fliegertauglichkeit |
|
Das Risiko, Infektionskrankheiten zu erwerben, ist auf einer Fernreise gegenüber Heimaturlauben erhöht, aber deutlich abhängig von der Art der Reise bzw. der Aktivitäten vor Ort. Dies spiegelt sich auch in den auf einer Reise erworbenen Erkrankungen wider. Bei 15-25% der auf Reisen erworbenen Gesundheitsstörungen handelt es sich um Tropenkrankheiten. Die häufigste auf der Reise erworbene Infektion ist der Reisedurchfall. Es folgen Malaria, Atemwegsinfektionen und Hepatitis A. Für die Beratung von Flugzeugbesatzungen relevant sind:
Eine ärztliche Beratung vor Tropenreisen (Medical Travel Advice For Flight Crews) ist insbesonders für Flieger sehr zu empfehlen, weil z.B. bestimmte Medikamente, Erkrankungen die Fliegertauglichkeit durchaus für Wochen beeinträchtigen können!!! Habt Ihr gewusst:
.... trotzdem wünsche ich Euch eine schöne Urlaubszeit! Fragen zu diesem Themenbereich beantworte ich gerne!
|
![]() |
Decompression Sickness ( DCS)
- Taucherkrankheit |
|
Jeder Tauchsportler kennt die Gefahren des Druckabfalles beim Tauchen, die Problematik von langen Tauchgängen in großen Tiefen, die Notwendigkeit von zeitlich genau eingehaltenen Aufstiegen. Mit Hilfe von Tauchcomputern bzw. Zeitmessern werden Tauchgänge exakt geplant. Jeder kennt die Taucherkrankheit als lebensbedrohliche Erkrankung und verhält sich entsprechend diszipliniert. Piloten, insbesonders Segelflieger beim „Welle fliegen“,
welche in Höhen zwischen Das Gasgesetz nach Henry gilt auch hier:
DCS (Definition)DCS, Taucherkrankheit oder Druckfallkrankheit genannt, ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Gasblasen im Blut und Körperflüssigkeiten bei entsprechendem äußeren Druckabfall, welches zuvor in gelöster Form vorliegt. Gasblasen können immer entstehen, wenn der Druckabfall mehr als 50% des Ausgangswertes beträgt, d.h. beim Aufstieg vom Boden (Sea level) auf 5500m kommt es zu einer Druckreduktion um die Hälfte (1 ATA auf 0.5 ATA). Neuere Erkenntnisse aus der Weltraumforschung sagen sogar aus, daß
schon beim Druckabfall von 0 auf 3500m (35% Druckabfall) Gasblasen entstehen
können! Die Ausbildung der Gasblasen ist abhängig von der Aufstiegsgeschwindigkeit, von der Aufenthaltszeit in großer Höhe und von individuellen Faktoren, welche noch nicht zur Gänze erforscht sind. Das Alter, das Gewicht, die Muskelaktivität, die Zeitdauer zwischen erneuten Höhenaufenthalten und der absoluten Zeitdauer in der Höhe scheinen eine wichtige Rolle zu spielen.
Die Symptome der DCS sind:
Die „Bends“ werden als leichte Störung eingestuft, die bei Atmung von 100% Sauerstoff rasch verschwinden. Die „neurolog. Störungen“ gelten als schwere Symptomatik, insbes. wenn es im Flug zu plötzlicher Handlungsunfähigkeit mit Sehstörungen, Gehörverlust, massiven Kopfschmerzen kommt, muß unverzüglich eine medizinische Behandlung mit Überdruckkammer eingeleitet werden. Die Erfahrungen im Rahmen des Tauchsportes zeigen auf, daß solche Vorfälle durchaus tödlich enden können, nicht nur durch einen evtl. Absturz mit dem Flugzeug.
ERSTE HILFE, wenn „schwere“ DCS Symptome auftreten:
Sollten DCS symptome während des Fluges auftreten, sollte
der Pilot unverzüglich sinken, 100% Sauerstoff atmen und nach der
Landung für ca. 2 Stunden Sauerstoff nachatmen.
|
![]() |